Athen – An Griechenland reizt mehr als der Grexit

Über einen langen Sand- oder Kieselstrand spazieren, einen Cocktail in der Hand und die strahlende Sonne genießen – es gibt wohl kaum einen Deutschen, der noch keinen Urlaub auf einer der griechischen Inseln Kreta, Rhodos oder Lesbos genoss. Auch die Hauptstadt Athen lädt mit ihren Schätzen zu einer Reise in die Antike ein. Schade nur, dass durch die Krise Griechenlands die meisten vergessen zu haben scheinen, was für Wunder das Land bereit hält.


Athen: Eintrag No.1: Ein Wunder der Antike

Foto: kawe

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Athen – in den letzten Wochen in den Medien nur in Verbindung der netten Männer Yanis Varoufakis und Alexis Tsipras erwähnt. Kamen dann noch die Worte „Schulden“, „pleite“ und „Grexit“ ins Spiel, war der Bericht perfekt. Dabei gibt es so viel Positives von der griechischen Hauptstadt zu erzählen.

Bei über 40°C steige ich die Akropolis Athens, die wohl berühmteste Stadtfestung Griechenlands, hinauf. In mykenischer Zeit (etwa 1680 vor Christus) war sie Sitz der Könige, im demokratischen Athen der Antike ein Sitz der Götter. Und, man glaubt es kaum, nach dem Sieg über die Perser (circa 450 vor Christus) zeigten die Bauwerke der Akropolis die Ehre und den Reichtum Athens – Ironie des Schicksals, 1500 Jahre später ist vom finanziellen Reichtum nicht ein Hauch zu spüren. Dafür aber vom künstlerischen.

Als ich die Akropolis hinaufsteige, schmelze ich fast vor Hitze. Der steinerne Boden und die Bauwerke – größtenteils aus Marmor – erwärmen den Ort extrem und lassen mich erahnen, wie eine Kugel Eis sich in der Sonne fühlt.

Trotzdem bin ich vom Ausblick auf dem Berg überwältigt. Ich schaue über eine Mauer und die Stadt Athen erstreckt sich vor mir. Vorwiegend niedrige, weiße Gebäude tummeln sich auf großer Fläche, eine griechische Flagge flattert durch den Wind. Die Stadt selbst wirkt ruhig, entspannt – ganz anders als die Menschen, die heute auf den Straßen protestieren.

Auch der Tempel Parthenon, der der Stadtgöttin Athena geweiht ist, raubt mir den Atem – unterstützt von den gefühlten 50°C. Ich kann mir kaum vorstellen, wie Menschen in der Antike ein solches Wunderwerk ohne technische Hilfsmittel und Krane erbauen konnten. Und einer solchen Hitze ausgesetzt. Die meterhohen Marmorsäulen strecken sich den Himmel empor und erstrahlen im Glanz der Sonne. Ich stelle mir vor, wie die Bewohner der Akropolis in der Antike hier am Tempel ihre Götter anbeteten und spüre einen Hauch mystischen Windes.

Trotz der Hitze, der Pleite Griechenlands und Politikern, von denen wir uns kaum eine unvoreingenommene Meinung bilden können, ist die Hauptstadt Griechenlands ein einziges Wunder. Die Akropolis zeigt in voller Blüte, was die Griechen erschaffen und schaffen können. Und wer weiß, vielleicht können sie ein weiteres Wunder vollbringen. Und die Krise in Zukunft hinter sich bringen.

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2 Gedanken zu “Athen – An Griechenland reizt mehr als der Grexit

  1. Hey Kate 🙂
    Habe gerade all deine Berichte gelesen und ich mag gerne deinen Erzählstil – so malerisch verträumt und humorvoll optimistisch. Unglaublich wie viel du schon gereist bist – sind das alles Reiseziele nach deinem Abi ? Hoffe auf weitere Beiträge – bleibe ein treuer Leser :D! Mariam

    Gefällt 1 Person

    • hey mariam 🙂
      freut mich zu hören 🙂 nein, das sind die reisen, die ich in den letzten jahren so gemacht hab 🙂 nach dem abi bin nur nach dublin, amsterdam und florida gereist 🙂
      Kate ❤

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