Florida – Vier Wochen ohne Whatsapp und Co.

Whatsapp, Facebook, Instagram, Snapchat… Bestimmt hast du auch mindestens eine dieser Apps, die du jeden Tag unzählige Male nutzt. Oder die dich nutzen. Um für Mark Zuckerberg Geld zu scheffeln. Aber das ist ein anderes Thema, das können wir sowieso nicht mehr ändern. Was wir ändern können, ist, unser Leben davon abhängig zu machen. 


Florida: Eintrag No. 5: Einfach nur offline

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Affen verstecken sich auch schon vor der Flut des Internets

Sei ehrlich zu dir selbst. Du bist jeden Tag einige Stunden mit deinem Handy, oder nennen wir es lieber Smartphone, beschäftigt, tippst eifrig deinen Freunden und Bekannten Nachrichten auf Whatsapp und Facebook, scrollst dich durch die neuen Fotos auf Instagram und verschickst haufenweise Fotos auf Snapchat. Wenn du dich hier nicht wiedererkennst, bist du definitiv eine Ausnahme. Aber Ausnahmen bestätigen ja die Regel.

Ich möchte mich aus diesen Reihen gar nicht ausnehmen, schließlich merke ich täglich, dass ich oft einfach aus Reflex auf mein Smartphone schaue. Egal, ob ich eine neue Nachricht habe oder nicht. Egal, ob ich eine wichtige Antwort erwarte oder nicht. Der Griff zum Handy ist Alltag geworden. Leider.

Denn täglich verschwenden wir so viel Zeit mit diesem elektronischen Ding, dass wir viele andere Hobbies und Aktivitäten einfach vernachlässigen. Wir bilden uns ein, wir hätten keine Lust darauf. Dabei hat das Smartphone einfach einen zu großen Einfluss auf uns. Es macht uns müde, träge, faul und weniger aktiv. Es macht uns zu Sklaven von Mark Zuckerberg, Apple und Samsung.

Deswegen freue ich mich auf Reisen immer, dass ich es wenigstens hier schaffe, von dem Internet davon zu kommen. Für Notfälle habe ich mein Handy dabei, mein Internet schalte ich aber nie ein. Es ist so befreiend und ich fühle mich einfach besser.

Bei meiner letzten Reise nach Florida war ich vier Wochen nicht auf Whatsapp, Facebook und Instagram und habe es auch keine Sekunde vermisst. Ich habe auch nichts verpasst. Natürlich hatte ich keinen Kontakt zu meinen Freunden, aber mal ehrlich: In den vier Wochen ist nichts so Aufregendes passiert, dass sie mir nicht auch hätten danach erzählen können. Und durch die Smartphone-Pause hatte ich viel mehr Zeit für mich. Ich habe viel intensiver einfach mal den Moment genossen, habe viel mehr gelesen, habe mich mehr auf meine Mitmenschen konzentriert. Ich habe viel intensiver das Leben einfach gelebt.

Ab und zu hatte ich zwar ein schlechtes Gewissen. Schließlich konnte ich meinen Freunden bei möglichen Problemen nicht beistehen. Aber dann dachte ich mir: Wenn etwas Schlimmes passiert, können sie mich auch anrufen. Und wenn sie es nicht tun, muss es wohl nichts Dramatisches sein.

Jedenfalls hat mir diese internetfreie Zeit wirklich gut getan. Man muss nicht jeden Tag Kontakt zu seinen Freunden haben, um sich zu beweisen, dass man welche hat. Wahre Freunde kann man wochenlang nicht sehen und beim nächsten Treffen ist es doch so vertraut wie immer. Natürlich könnte man überall im Ausland in Versuchung kommen, einfach mal kurz sein Handy zu checken. Schließlich gibt es an jeder Ecke in Shopping-Centern, Cafés und Restaurants kostenloses WLAN. Trotzdem rate ich jedem, eine internetfreie Zeit mal auszuprobieren. Es ist es wirklich wert. Man lebt viel mehr den Moment, man erlebt viel mehr Dinge viel intensiver, man genießt den Augenblick, ohne direkt jemand anderem davon zu berichten. Vor allem ist es viel schöner, Erlebnisse hinterher persönlich zu erzählen. Und das echte Lachen seiner Freunde zu hören. Nicht nur einen dummen Lach-Smiley.

Quelle Titelbild: http://www.netzpiloten.de/whatsapp-nachrichten-teilen/

Quelle Affenbild: https://secure.static.tumblr.com/eb0c52c6f85179c22ccdb8ff11ce9d8a/zjgnfin/8Xdnhruvz/tumblr_static_tumblr_static__640.jpg

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3 Gedanken zu “Florida – Vier Wochen ohne Whatsapp und Co.

  1. Sehr wahrer Beitrag. Ich merke oft, dass Menschen gar nicht mehr wissen, wie man ein Leben ohne Handy lebt. „Ein Buch lesen? Was ist ein Buch? Und wer um himmelswillen liest denn noch im 21. Jahrhundert…“ Eigentlich traurig. Ich finde Urlaub, darf ruhig auch ein bisschen Urlaub von den sozialen Netzwerken sein 😉

    Liebe Grüße Coco
    https://magnificoco.wordpress.com/

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