Eifel: Zwischen Sternschnuppen und Spinnen

Spinnen, Ratten, klirrende Kälte – so stellen sich die meisten ein Zeltlager in der Eifel vor. Wobei sie gar nicht mal so Unrecht haben. Dabei gibt es neben diesen Fakten auch noch kleine und große Überraschungen, die ein Zeltlager zu einem unterhaltsamen und unvergesslichen Erlebnis machen.


Eifel: Eintrag No. 1: Du weißt, du bist im Zeltlager, wenn…

Spielplatz im Nirgendwo im Hiking-Outfit ;)

Spielplatz im Nirgendwo

In meinem ersten Zeltlager war ich etwa 8 Jahre alt- und die einzige in meinem Zelt, die es nicht schrecklich fand und fast jede Nacht geweint hat. Vielleicht waren die anderen einfach nicht so abgehärtet wie ich, vielleicht waren sie einfach zu verwöhnt. Natürlich darf man hier keinen Luxus erwarten, eher noch weniger als das Gegenteil: überall Spinnen und Zecken, Waschen im eiskalten Bach, ewige Märsche und Wanderungen wie im Militär. Neben diesen Kleinigkeiten, die für den einen oder anderen die zehn Tage Urlaub in der Eifel zu einem Boot Camp oder zur Hölle machen, gibt es aber auch noch andere Ereignisse. Ereignisse, weswegen ich noch viel öfter mitgefahren bin. Ereignisse, die so nur im Zeltlager geschehen. Und es unvergesslich machen.

Du weißt, du bist im Zeltlager, wenn…

du nachts so sehr frierst, dass dein Körper so sehr zittert, dass sogar deine Zähne klappern. (und du somit  niemals ein Obdachloser werden willst!)

…du morgens von einem Fiepen aufwachst und kreischend aus dem Zelt rennst, weil du nicht weißt, wo sich diese verdammte Maus befindet. (und du nach dem ersten Schrecken darüber lachen kannst.)

…du dich jeden Abend nach Zecken absuchen musst, damit du keine Infektion bekommst.

…du nachts am liebsten in den Himmel schaust, weil der Sternenhimmel fernab der Stadt einfach wunderschön ist und du in einer Viertelstunde etwa 20 bis 30 Sternschnuppen siehst. (und vielleicht einer deiner 30 Wünsche in Erfüllung geht.)

…du dich mit deinen Freunden auf der Wiese prügelst bis deine ganze Haut brennt, weil ihr euch gerade in Brennnesseln gewälzt habt.

…du draußen am warmen Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel einschläfst. (und morgens halb erfroren aufwachst.)

…du an den heißen Tagen in der Sonne liegst und vor dich hin träumst, bis ein netter Mensch dir überraschend einen Eimer Wasser übers Gesicht schüttet.

…du eine Zweitageswanderung machst und so viel Glück hast, dass du eine einsame Hütte mit Küche und Bad findest und dich dort fühlst wie in einem Luxus-Hotel.

…du eine Band gründest, wild singst und tanzt, um kleine Kinder glücklich zu machen.

…du bei einer Wanderung einen kleinen Tante-Emma-Laden entdeckst und dich fühlst, als hättest du nach einer langen Wüstenwanderung endlich ein Stück Zivilisation gefunden.

…du bei einem wilden nächtlichen Gewitter Angst hast zu sterben, da dein Zelt wackelt, unter Wasser steht und alle im Lager kreischen.

…du trotz der ganzen Eskapaden und Unannehmlichkeiten am Ende fast traurig bist, dass du wieder zurück in die Zivilisation gehst.

Na, auch ein bisschen Lust auf ein Zeltlager? 😉

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Ein Gedanke zu “Eifel: Zwischen Sternschnuppen und Spinnen

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