Paris: #prayfortheworld

#prayforparis Dieser Hashtag ziert seit einigen Tagen die Fotos und Beiträge zahlreicher Nutzer sozialer Netzwerke. Andere tönen ihre Profilbilder in den Nationalfarben Frankreichs. Doch warum trifft uns gerade jetzt der Schock, obwohl wir genau wissen, dass solche Anschläge täglich verübt werden? Warum berührt uns Paris mehr als Syrien und Libyen? Und was müssen wir jetzt tun? 


 

Paris: Eintrag No.2: #loveandnohate 

Ein Kommentar von kawe

Über 130 Menschen wurden am Freitag, dem 13., bei einem der schlimmsten Terroranschläge Frankreichs getötet. Seit März 2011 sterben im Schnitt 130 Menschen in Syrien – täglich. Dabei sind Vermisste, Verschleppte von Dschihadisten und politische Gefangene nicht einmal mitgerechnet. (Quelle: http://www.taz.de/!5012256/) Und doch trifft uns das Schicksal des Pariser Anschlags härter als die Schicksale der Syrer. Warum ist das so?

Bis jetzt war der Terror von uns weit entfernt. Syrien ist fast 4000 km von Deutschland, von der uns bekannten Welt, entfernt. Täglich hören wir von Anschlägen in dem Land, aus dem so viele Menschen fliehen. Wen von uns berührt es noch tief, wenn wir hören, dass mal wieder Dutzende von Menschen getötet wurden? Sicherlich nur noch einen Bruchteil. Schließlich kennen wir die Lage in Syrien, wir kennen die Berichterstattung, wir hören immer wieder das Gleiche. Und außerdem ist Syrien weit weg. Auch wenn sich diese Sätze kalt und hart anhören, sind sie leider die Wahrheit. Kaum einem von uns läuft es noch eiskalt den Rücken herunter, wenn wir über Anschläge in Syrien hören. Wir sind schockiert, meist aber nur für einen kurzen Moment. Dann geht das Leben normal weiter.

Anders ist es bei den Anschlägen in Paris. Paris gilt als Stadt der Liebe, der Freiheit, der Gleichheit, der Brüderlichkeit. Und nun wurde sie Ziel eines kaltherzig geplanten Terroranschlags. Die Welt ist erschüttert, Journalisten und Politikern fehlen die Worte. Die Welt hat Angst, auch die Deutschen. Schließlich ist Paris nicht weit entfernt von uns. Schließlich könnten wir die Nächsten sein.

Nun ist die Lage anders. Wir müssen jeden unserer Schritte bedenken. Greifen wir in Syrien ein und gefährden wir damit unser Land? Wir sehen, was die Einmischung Frankreichs in den Krieg gebracht hat: dutzende Tote. Doch können wir jetzt noch zusehen? Können wir darauf warten, dass das nächste Attentat geschieht? Dass wir bald dran sind? Können wir uns einschüchtern lassen von Menschen, die manipuliert worden sind, die eine Religion für ihre Zwecke instrumentalisieren? Und die eine klare Minderheit gegenüber Europa und dem Rest der Welt darstellen?

Das Schlimme ist, dass wir erst jetzt wirklich realisieren, wie schrecklich die Lage ist. Dass wir erst jetzt aus unserer Illusion erwachen, dass wir „es schaffen“. Irgendwie. Ohne konkreten Plan. Denn mit der Aufnahme der Flüchtlinge ist es nicht getan. Wir müssen die Ursachen der Flucht beseitigen. Uns gegen die Terroristen wappnen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie Anschläge auf der ganzen Welt verüben. Jetzt müssen wir als vereinte Welt zusammenarbeiten und den Kampf gegen das Böse aufnehmen. Wir müssen beten und handeln. Denn uns bleibt nichts anderes übrig, als optimistisch in die Zukunft zu schauen und darauf zu hoffen, dass wir die Welt wieder zu einem sicheren, freien Ort machen. Wir müssen die Zeit der Angst überwinden und endlich mutig werden. Denn wenn nicht jetzt, wann dann?

 

 

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4 Gedanken zu “Paris: #prayfortheworld

    • Vielleicht weil unschuldige Menschen sterben? Weil Familien und Freunde betroffen sind und ihr Leben nie mehr so sein wird, wie es einmal war? Weil die Welt momentan hilflos scheint? Du musst nicht trauern, jeder muss für sich selbst entscheiden. Aber für mich sind das gute Gründe mitzufühlen.

      Gefällt 3 Personen

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