Torino – Gelato e Giornalismo a Torino

 

Als ich ein bisschen braun gebrannt (etwa wie ein leicht gebräuntes Kräuterbaguette) nach Hause zurückkehrte, löcherten mich meine Freunde mit Fragen. Wie war es in Turin? Wie war es in Mailand? Was hast du dort überhaupt gemacht? Wie waren die Leute? Ich antwortete immer in einer Kurzfassung und auch dieser Beitrag wird wohl eine sein – viel zu viel habe ich erlebt, um es exakt in Worte zu fassen. 

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Galleria Vittorio Emanuele a Milano. Foto: Slawomir Doleglo

„Schöne Erholung“, hatte mir mein Papa noch kurz vor der Abreise gewünscht. Von wegen  Erholung – neun Stunden täglicher Vorlesungen, Seminare und Workshops standen mir bevor. Dass ich etwa die gleiche Anzahl an Stunden wachen Zustands noch dranhängen würde, hätte ich nicht gedacht. Doch die neuen interessanten Menschen, die ich kennen lernen durfte, ließen es nicht zu, mehr als zwei Stunden pro Nacht zu schlafen. Jede Nacht wurde geredet, gefeiert und gelacht und das Leben in vollen Zügen genossen. Aber hier erst mal die Erklärung, was wir in Turin überhaupt zu suchen hatten:

FEJS! Forum for European Journalism Students. Mit dieser Organisation von Studierenden für Studierende reisten ungefähr 100 junge, angehende Journalisten nach Turin. In Vorlesungen, Seminaren und Workshops erfuhren wir interessante Neuigkeiten über den Journalismus der Zukunft. Und über uns selbst.

Während der Vorlesungen merkte ich, wie sehr ich Journalistin werden möchte. Menschen aus aller Welt kennen lernen, ungewöhnliche Themen recherchieren, etwas in den Köpfen der Menschen verändern.

Das Tolle an dieser Woche in Italien war, dass die anderen jungen Leute genau den gleichen Traum, genau die gleiche Leidenschaft haben. Ob Studierende aus den Niederlanden, Slowenien, Mazedonien oder Irland – wir alle leben unseren Wunsch, Journalisten zu werden.

Das Besondere an FEJS ist auch, dass so viele Persönlichkeiten mit ähnlichen Vorstellungen ihrer Zukunft zusammenkommen – und wir doch alle unterschiedlich sind. Die einen möchten sich auf Politik konzentrieren, die anderen auf Wirtschaft. Die einen leben noch in ihrer Party-Welt, die anderen haben mit 24 Jahren schon ihr eigenes Unternehmen gegründet.

FEJS organisiert jährlich zwei Treffen in verschiedenen europäischen Städten und gibt Nachwuchsjournalisten neben wichtigen Inhalten die Möglichkeit, über die Landesgrenzen hinweg Kontakte und Freundschaften zu knüpfen. Bei Rooftop-Parties, in Bars und Kneipen oder einfach nur im Hostelzimmer lernten wir uns kennen, hatten Spaß und genossen einfach unser Leben. Neben dem Ernst des Lebens, des Berufs, gilt es nämlich immer auch das Wichtigste im Leben im Blick zu haben: das wunderschöne Leben selbst.

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Wunderschöner Park in Turin. Foto: kawe

Anfangs hatte ich Angst, durch die Woche in Italien viel in der Uni in Deutschland zu verpassen. Doch ich bin froh, dass ich die Möglichkeit genutzt habe, so viele neue Menschen zu treffen, meinen Horizont zu erweitern (Floskelalarm!) und einfach das zu tun, was ich für richtig halte. Jede Erfahrung bereichert das Leben und jeder Mensch sollte jeden Moment für ein kleines Abenteuer nutzen. Wann haben wir schon die Möglichkeit, die Welt zu erkunden und neue Freundschaften zu schließen, wenn nicht jetzt – genau in diesem Moment?

Deswegen pack deine Koffer, tu‘, worauf du Lust hast, nicht nur Berufliches (außer es macht dir Spaß, so wie mir), sondern auch etwas Aufregendes. Und wenn dir nichts einfällt, dann reise nach Turin und Mailand (allein ein Tag lohnt sich), genieße die Sonne (wenn du in Deutschland wohnst, hast du vermutlich schon vergessen, wie sie aussieht) und genieße „la dolce vita“. Pizza, Pasta und Gelato gibt es en masse in „Bella Italia“ und ein bisschen Sightseeing und Shoppen ist ein Genuss für die Seele.

Ps.: Bald kommt noch ein extra Beitrag über Turin und Mailand, aber erwarte nicht zu viele Fotos: Denn während der schönsten Momente denkt man nicht an seine Kamera! 😉

 

 

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2 Gedanken zu “Torino – Gelato e Giornalismo a Torino

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