Mailand – Von hier kommt man besonders fruchtbar zurück

Ein Tag in Mailand – nicht gerade viel, aber für einen echten Touristen definitiv machbar. Ob sonderbare T-Shirts anprobieren, von gockelartigen Wachmännern kontrolliert zu werden oder Pizzen an ungewöhnlichen Orten zu kaufen: Ein Tag in Mailand kann nur etwas Besonderes sein. Vor allem, wenn man etwas tut, ohne die Folgen zu erahnen.

Mailand ist definitiv die Stadt der Mode, aber auch der Touristen und der Sonne – zumindest an dem Apriltag, an dem ich Bello Milano besuchen durfte. Aber genug drumherum geredet, hier kommen 10 Dinge, die du an deinem Tag in Mailand machen solltest.

1. Ankunft am Milano Centrale

Hauptbahnhof? Was kann da besonders sein? Abgesehen von armen Menschen, die nach Geld betteln, und paranoiden Touristen, die um ihre Geldbörsen bangen müssen? Nicht so in Mailand. Hier ist der Milano Centrale eine Attraktion für sich. Marmorböden, weitläufige Hallen und römische Säulen.

Der Hauptbahnhof Mailands hat keinen konkreten architektonischen Stil. Er ist eher eine Mischung aus römischem Monumantalstil, Jugendstil und Art Déco. Einfach ein Hingucker.

2. Gardini Pubblici Indro Montanelli

Nimmt man als fauler Tourist gerne mal die Bahn, sollte man – besonders bei schönem Wetter – doch lieber zu Fuß in die Altstadt laufen. Dabei läuft man durch den öffentlichen Garten, in dem sich nicht nur schöne Italiener tummeln. Hier gibt es auch das Museo Civico di Storia Naturale di Milano, das von außen schon sehenswert ist. Besonders die Hirsche vor dem Eingang sind die Kirsche auf dem Törtchen.

3. Duomo di Milano

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Die Realität ist oft größer als die Fantasie. Auch wenn wir oft vom Gegenteil überzeugt sind. Foto: kawe

Punkt drei wird niemanden überraschen, beinhaltet er doch die einzige Sehenswürdigkeit, die jeder von Mailand kennt. Die flächenmäßig drittgrößte Kathedrale der Welt lässt besonders von außen nichts zu wünschen übrig.

Ein Tipp, um keinen Eintritt zahlen zu müssen: Links gibt es einen Eingang für Menschen, die beten möchten. Hier wirst du zwar von merkwürdigen Wachmännern mit soldatenähnlichen Uniformen (plus Mützen mit komischen Zipfeln) kontrolliert, aber immerhin hast du etwas zu lachen.

Von dem abgegrenzten Gebetsbereich kannst du auch den Rest der Kirche sehen. Fotos sind allerdings verboten, aber wer betet und fotografiert schon gleichzeitig! 😉

4. Galleria Vittorio Emanuele II

Die Shoppinggalerie der Superreichen ist auch für Kleinverdiener ein Muss. Hier sah ich in den Schaufenstern von Prada, Gucci und Co. solche hässliche, billig wirkende Kleidung, dass ich gar nicht traurig bin, mir davon nichts leisten zu können. 😉

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Galleria Vittorio Emanuele II -eine Pracht aus Stuck, Fresken und Marmor. Foto: kawe

5. Der mystische Stier

Auf dem Boden in der Galleria Vittorio Emanuele II gibt es eine Stelle mit einem Stier, in dem in seinem Intimbereich ein großes Loch klafft. Das liegt daran, dass viele Touristen denken, dass es Glück bringt, seine Ferse hineinzudrücken und sich drei bis fünf Mal um die eigene Achse zu drehen.

Natürlich habe ich das auch getan. Nun habe ich mich aber informiert, was das ganze Gedrehe (mir war danach wirklich schwindelig! 😀 ) wirklich soll: Als Damen früher den gut bestückten Hoden des Stiers sahen, dachten  sie, ihre Fruchtbarkeit würde steigen, wenn sie ihn berühren oder sich drauf setzen. Männer sollten sich darauf mit der Ferse um die eigene Achse drehen. Ob ich nun ein Mann werde und äußerst fruchtbar bin? Oje…

6. Bezahlbare Pizza 

In Mailand ist Pizza wie überall in Italien ein Muss, aber auch verdammt teuer. Unterwegs fand ich Pizzerien, in denen allein ein Stück acht bis zehn Euro kostete. Aber zum Glück war ich mit meinen neuen, polnischen Sparfuchs-Freunden unterwegs, die eine Pizza für sage und schreibe fünf Euro fanden. Wo? Im Untergrund!

Ok, in der unterirdischen Metrostation. Wir mussten auch erst einige Gänge entlanglaufen bis wir den Geheimtipp fanden, waren dann aber sehr zufrieden mit der günstigen Pizza. (Vielleicht aber auch, weil wir die Nacht davor durchgefeiert und kaum etwas gefrühstückt hatten. Dementsprechend gab der freundliche Baristo einer Freundin auch einen echten italienischen Espresso aus – Mitleid mit uns müden Leichen!)

7. Picknick al sole

Die Pizza verzehrten wir aber natürlich nicht in dem Metro-Restaurant, sondern an dem Springbrunnen am Piazza Castello. In der Sonne brutzelten wir bei entspannter Musik von Bob Marley und holten uns einen leichten Sonnenbrand. Immerhin ein Souvenir, das wir uns aus Mailand leisten konnten.

8. Parco Sempione

Geht man durch das Schloss Castello Sforzesco, erreicht man den Parco Sempione. Hier kommst du als Parkliebhaber definitiv auf deine Kosten. Kleine Seen mit süßen Küken und Schildkröten, verschiedene alte Gebäude, Bögen und kleine Wasserfälle. Hier kannst du dich richtig entspannen und bei italienischer Musik dein Leben genießen.

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Summerfeelings. Foto: kawe

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Erinnerungen von Paris und Berlin werden wach. Foto: kawe

9. Shoppen, das du dir leisten kannst

Im Corso Vittorio Emanuele II findest du bezahlbare Mode – auch wenn die Mode hier für sehr sehr schlanke, italienische Models geschneidert zu werden scheint. Die Größe L kommt hier der deutschen Größe S nahe. (Dieser Eindruck enstand sicherlich nicht dadurch, dass ich davor eine fette (im wahrsten Sinne des Wortes) Pizza verschlungen hatte!)

10. Ciao, bella Italia

Der Tag in Mailand ging dann doch viel zu schnell zu Ende, doch auch der Rückflug war ein Highlight. Kurz nach dem Start flogen wir über die Alpen, die mit ihren weißen Spitzen aussahen, als seien sie mit Puderzucker verziert worden. Ein Traum, der Appetit auf Süßes macht.

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Ohne Worte. Foto: kawe

 


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6 Gedanken zu “Mailand – Von hier kommt man besonders fruchtbar zurück

  1. DIE LEERE WEIBLICHE SEHR BILLIGE SPRUCHE!!!
    28. APRIL 2016 UM 22:38
    „Ich würde dir die Sterne und auch die Sonne vom Himmel holen😉 einfacher wäre es aber, wenn du einfach wieder herkommst“

    Gefällt mir

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