Wo spüre ich Berlin?

Berliner Vibes, Berliner Seele, Berliner Leben – Berlin ist nicht nur eine Stadt, sondern das gewisse Etwas. Die einen fühlen die Berliner Vibes, die anderen versinken in ihnen. Für die einen ist Berlin Geschichte und Politik, für die anderen ein Lifestyle, den man am Flohmarkt im Mauerpark spürt.

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Foto: kawe

Gebrauchte Kleidung, Schmuck, Möbel, Gebrauchsgegenstände – es gibt nichts, was man nicht am Flohmarkt im Mauerpark findet. Hunderte von Menschen schauen sich Sonntag für Sonntag die zahlreichen Stände an, stöbern in alten Büchern, wühlen sich durch Klamottenberge und probieren Omas alte Schuhe an.

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Krimskrams auf dem Flohmarkt. Foto: kawe

Der Flohmarkt im Mauerpark ist nicht nur ein Stöber- und Shoppinghimmel, er ist ein Gefühl. Hippe Berlinerinnen und Berliner verkaufen ihre alten Klamotten und Dinge, um sich neue, besondere Kleidung zu kaufen. Junge Unternehmen verkaufen neue Produkte, um sich bekannt zu machen. Jeder ist willkommen, der sich für alte Chanel-Shirts oder für No-Name-Produkte interessiert – oder für beides.

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Platten, die man gerne hat. Foto: kawe

Ich schlendere über die Stände, kann mich kaum satt sehen, an der Auswahl, die ich habe. Für den Flohmarkt bräuchte ich nicht einen Vormittag, sondern mindestens zehn, um die verborgenen Schätze zu entdecken.

Die Verkäufer tragen außergewöhnliche Kleidung, lächeln mich an, auch wenn ich nichts kaufe. Morgens verkaufen sie ihre alten Sachen, abends triffst du sie vielleicht auf der einen oder anderen Party in Kreuzberg wieder. Die Menschen hier versprühen einen Flair, den man nicht beschreiben kann. Ich fühle mich wohl hier, ich fühle mich von dieser Ausstrahlung angesteckt.

Der Flohmarkt, eine Herausforderung

Zwischen alten Pullovern von Tom und Spitzenunterwäsche von Lara würde ich sicherlich einige Schätze finden, doch die Masse ist so überwältigend, dass man einfach nicht jede Stange, jede Kruschelkiste, jeden Tisch durchsuchen kann. Ich versuche, so viele Eindrücke wie möglich aufzusaugen und bloß keine Rarität auszulassen. Wenn mir etwas gefällt, bleibe ich stehen, habe aber Angst, dass ich am nächsten Stand vielleicht etwas viel schöneres entdecke. Der Flohmarkt, eine Herausforderung für sich.

Und nicht nur die Auswahl an Klamotten ist überwältigend. Auch Gegenstände gibt es en masse. Retro Lampen, alte Gießkannen, Holztische, Gartenstühle… egal, wo ich hinschaue, überall fallen mir gewöhnliche Dinge außergewöhnlich auf.

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Klassische Polaroid-Kameras. Da wird man ganz nostalgisch. Foto: kawe

Dazu kommt noch der Duft von frischem Essen. Hotdogs, Crépes, Burritos, hausgemachte Pommes. Es gibt alles, was das Herz begehrt, und noch viel mehr. Ich merke: für all die Schätze müsste ein Millionär her.

Der lässt in Berlin natürlich auf sich warten, was nicht heißt, dass es hier nicht einige Männer gibt, die es wert sind, kennengelernt zu werden. Als meine Freundin Laura und ich uns eine Pause vom Shoppen gönnen, setzen wir uns auf ein kleines Mäuerchen im Mauerpark und genießen den Anblick und die Musik von Beranger – wow!

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Chillen am Mauerpark mit guter Musik. Foto: kawe

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5 Gedanken zu “Wo spüre ich Berlin?

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