Myanmar – Das unbekannte Land voller Kultur und Armut

„Myanmar? Da reist Du hin? Schon mal gehört…“, sagen die meisten, denen ich von der Reise nach Myanmar erzähle. Manche sagen auch ganz ehrlich: „Wo ist das denn?“ Bevor ich von der Möglichkeit, mit dem Institut für Journalistik meiner Uni nach Myanmar zu reisen, sagte mir das südostasiatische Land ehrlich gesagt auch kaum etwas. Dabei ist es reich an Geschichte, politischem Umschwung und gleichzeitig eines der ärmsten Länder der Welt.

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Buddhistische Mönche vor der Shwedagon Pagode in Yangon. Foto: Thomas Bors

Was habe ich in Myanmar zu suchen?

Ich mache mit neun weiteren Studierenden meiner Uni eine Recherchereise nach Myanmar. In dem Nachbarland von Thailand und China werde ich zu den Themen Kinderarbeit und -armut und den Nachwirkungen des Erdbebens in Bagan im vergangenen August recherchieren.

Über Verfolgung, Vielvölkertum und Geschichte

Es ist so vieles besonders an diesem für uns nahezu unbekannten Land, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Vielleicht damit, dass es bis 2011 fast 50 Jahre unter einer Militärdiktatur gelitten hat? Oder dass eine indische, muslimische Minderheit verfolgt, gequält und teilweise grausam getötet wird? (aktuell) Oder dass es in dem Land mit ca. 55 Millionen Einwohnern 135 Ethnien gibt, die fast alle eine andere Sprache sprechen?

Zudem arbeitet etwa jedes vierte Kind in Myanmar: unter härtesten Bedingungen acht bis über zwölf Stunden täglich – und bekommen dafür umgerechnet gerade mal 2,50 Euro. Neben der Arbeit in teashops oder Textilfabriken (Myanmar gilt als neues Bangladesch) werden auch viele Kinder zu Kindersoldaten rekrutiert.

Nicht nur Negatives

Aber es gibt auch positive Entwicklungen. Anfang 2016 konstituierte sich die Regierung, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi möchte gegen Krieg und Armut ankämpfen.

Neben wirtschaftlichen und politischen Problemen hat Myanmar außerdem wahre Schönheiten zu bieten. In der historischen Stadt Bagan gibt es über 2000 buddhistische Tempel, die einem den Atem rauben sollen. Am Inle See rudern einbeinige Burmesen, in Yangon kann man weiße Elefanten sehen und goldene Tempel besuchen. Und noch vieles mehr.

Spannung pur

In knapp zwei Wochen geht es los. Ich bin gespannt, was ich in Myanmar erleben werde – politisch, kulturell und touristisch. Es kommt sicher einiges auf mich zu. Und ihr könnt euch sicher sein, dass ihr noch viel über Myanmar von mir hören werdet.

Quelle: Foto Shwedagon: Thomas Bors: https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/

 

 

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